DJEM 2014 – Herbe Enttäuschungen in Magdeburg

Bebenhäuser schneiden bei den Deutschen Meisterschaften schwach ab

MAGDEBURG. Auch in der Schlussrunde der Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften mussten Danijel Gibicar und Leander Grimm schwere Enttäuschungen hinnehmen. Die beiden Jungtalente des SK Bebenhausen verloren erneut und verdarben damit ihr Gesamtergebnis vollends. Lediglich der ehemalige Bebenhäuser Xianliang Xu chaffte ein Remis und damit ein halbwegs zufriedenstellendes Ergebnis.

Gibicar versuchte gegen Aron Moritz von den Schachfreunden Berlin 1903 nochmals alles und spielte bedingungslos auf Sieg. Am Ende stand der frischgebackene Abiturient jedoch mit leeren Händen da und musste sich mit 4,5 Punkten aus 9 Partien zufrieden geben. Nach dem Sieg in der sechsten Runde gegen den Startranglistendritten Christopher Noe vom SC Eppingen hatte es in mit 4 aus 6 noch wesentlich besser ausgesehen. Das gesetzte Ziel von 5,5 aus 9 verfehlte Gibicar um einen Punkt.

Sein gestecktes 50-Prozent-Ziel mit Mühe erreicht hat der ehemalige Bebenhäuser Xianliang Xu mit einem wenig überzeugenden Schlussrundenremis gegen Ludwig Stahnecker vom SV Koblenz 03/25. Nach einem ganz schwachen Start gelang dem 16-jährigen Kölner wenigstens noch eine Aufholjagd. Überzeugen konnte Xu selten. In Runde 8 gab er gegen den württembergischen Spitzenspieler Mark Kvetny von den Stuttgarter SF 1879 eine glasklare Gewinnstellung Remis.

Die Leistungsunterschiede von Gibicar und Xu spiegeln sich in der Zweitwertung wieder. Während Gibicar mit der besten Buchholz-Wertung aller 4,5-Punkter auf Platz 13 landete, musste Xu mit der schlechtesten Buchholz-Wertung mit Platz 19 vorlieb nehmen. Sensationell Deutscher Meister wurde der Startranglistenfünfzehnte Florian Ott vom fränkischen SC Forchheim. Ein herausragendes Turnier gelang auch Nick Müller vom USV Potsdam. Der Sohn des ehemaligen Tübingers Werner Müller erkämpfte sich 6 Punkte aus 9 Partien, was Platz 4 bedeutete. Als Startranglistenneunzehnter eine ganz starke Leistung des sympathischen Brandenburgers.

In der Altersklasse U14 gelang Leander Grimm in der Schlussrunde nichts mehr Zählbares. Gegen Bogdan Piskaykin vom SV Friedrichshafen spielte der 13-jährige Goldersbachtäler seine schwächste Partie. Nach dem Traumstart mit dem Sieg gegen den Deutschen Meister Julian Martin von der OSG Baden-Baden schien das Traumziel von 50 Prozent in Reichweite. Doch Grimm fand nicht mehr zu seinem gewohnten Spiel, ein elementarer Fehler jagte den anderen, glasklare Gewinnstellungen wurden noch ins Remis verdorben und am Ende war schlicht und einfach keine Kraft mehr da. „Zum Glück habe ich jetzt noch eine Woche Ferien“, sagte der völllig entkräftete Kepler-Gymnasiast. Danach wird der württembergische U14-Meister bestimmt seine Lehren aus den enttäuschenden 3 aus 9 ziehen.

Überhaupt war das Abschneiden der gesamten württembergischen Delegation mehr als enttäuschend. Das Ziel, mindestens zwei Medaillen zu holen, wurde klar verfehlt. Lediglich die U16-Spieler punkteten mit 5,5 aus 9 zufriedenstellend. Für Linda Gaßmann vom SC Grunbach und Sandra Weber vom SC Neckarsulm bedeutete dies die Plätze 5 und 7 in der Altersklasse U16w. Tobias Schmidt vom SC Erdmannhausen wurde ebenfalls Siebter in der Altersklasse U16.

Die Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften im Internet: Turnier und Übersicht

Foto von Danijel Gibicar

Foto von Leander Grimm

Foto von Xianliang Xu

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