Deutsche Schnellschachmeisterschaften: Rudolf Bräuning erreicht starken 10. Platz

  • Posted on: 29. November 2015
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LEIPZIG. Bei den 41. Deutschen Meisterschaften im Schnellschach erreichte Fidemeister Rudolf Bräuning vom Schachklub Bebenhausen einen sensationellen 10. Platz. Im Feld der 34 besten Spieler Deutschlands ließ der Goldersbachtäler, der fast das gesamte Turnier an den Spitzenbrettern bestritt, mit 5 Punkten aus 9 Partien viele hochkarätigen Titelträger hinter sich.

In der ersten Runde wurde Bräuning, der in der zweiten Hälfte der Liste gesetzt war, gegen Martin Krämer (Schachfreunde 1903 Berlin) gelost, den Deutschen Schnellschachmeister des Vorjahrs. Hierbei setzte sich die Klasse des Großmeisters durch und Bräuning verlor chancenlos. Unbeeindruckt von der Niederlage gelang dem Goldersbachtäler in der folgenden Runde ein sicherer Sieg gegen Torsten Schroeder (Spreewald-Schachgemeinschaft Lübbenau). Seine dritte Partie spielte Bräuning gegen den Großmeister Raj Tischbierek (Universitätssportverein TU Dresden). Indem er einen gegnerischen Eröffnungsfehler ausnutzte, erreichte der Schwabe dabei seinen ersten Sieg gegen einen klaren Favoriten. Mit dem auf Startplatz 1 gesetzten René Stern (Schachklub König Tegel) bekam Bräuning einen noch stärkeren Gegner in Runde vier vorgesetzt. In einer schwierigen Position hatte der Tübinger großes Glück, dass der Großmeister die Zeit überschritt und somit verlor. Zu kämpfen hatte Bräuning auch in der fünften Runde gegen den Internationalen Meister Hagen Poetsch (Schachfreunde Schöneck), schließlich hielt er die Partie knapp Remis. Seine zweite Niederlage musste der Goldersbachtäler dann in der sechsten Runde gegen den Internationalen Meister Rasmus Svane (Hamburger Schachklub von 1830) hinnehmen. Dabei verdarb Bräuning eine gute Stellung, die daraufhin im Kombinationswirbel der gegnerischen Figuren unterging. In der siebten Runde gewann der Schönbucher gegen den Internationalen Meister Gunter Spieß (Erzgebirgischer Schachverein Nickelhütte Aue), den er mit taktischen Drohungen überspielte. So musste Bräuning in der vorletzten Runde gegen den Großmeister Roland Schmaltz (Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden) antreten. Mit der skandinavischen Verteidigung erreichte der Goldersbachtäler eine gute Stellung, spielte dann aber etwas ambitionslos und gab sich mit einer Punkteteilung zufrieden. In der Schlussrunde musste Bräuning dann eine klare Niederlage gegen den Internationalen Meister Patrick Zelbel (Schachclub Hansa Dortmund) einstecken, der am Ende die Mattführung mit Springer und Läufer demonstrierte.

Auch wenn die Niederlage in der letzten Runde dem Tübinger Lokalmatador ein paar Plätze gekostet hat, ist das Turnierergebnis für Rudolf Bräuning ein großer Erfolg. Neuer Deutscher Meister wurde Roland Schmaltz mit 6,5 Punkten.

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