DVMM 2016 – Höhen und Tiefen

  • Posted on: 10. März 2017
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MAGEDEBURG/NEUMARKT IN DER OBERPFALZ. Bei den Deutschen Vereinsjugend-Mannschaftsmeisterschaften sorgt bisher überraschenderweise das U10-Team des SK Bebenhausen am meisten für Furore. In der ersten Runde gelang den Bebenhäuser Youngstern als krasser Außenseiter ein sensationeller 3:1-Sieg gegen den Universitätssportclub Magdeburg. Timur Kocharin brachte die Schwaben mit einer Glanzpartie am Spitzenbrett in Führung. Ein Glückspiel veranstalteten Levi Rau (Brett 3) und Eren Öz (4). Rau musste sich nach mehreren schweren Fehlern geschlagen geben, während Öz das glücklichere Ende für sich hatte. Nachdem er sich von einem Figureneinsteller in der Eröffnung erholt hatte, gelang Julian Weide (2) mit einer Kampfpartie der vielumjubelte 3:1-Siegtreffer. Siehe hier. Auch in Runde 2 gegen die Brettspielgemeinschaft Grün-Weiß Leipzig machten die Jungs um Spitzenspieler Timur Kocharin ihre Sache sehr gut. Nach furiosen Auftaktsiegen von Weide (2) und Kocharin (1) schien der Mannschaftssieg nahe. Die entscheidende Partie spielte Fabian Heller (3), der mit einem Blackout seine zuvor gute Verteidigungsleistung wertlos machte und aufgeben musste. Die chancenlose Niederlage von Öz (4) bedeutete schließlich das glückliche 2:2 für die Sachsen. Siehe hier. Von diesem Rückschlag hatten sich die jüngsten Bebenhäuser auch nach einer Nacht noch nicht erholt. Beim 1:3 gegen den SC Turm Lüneburg war Weide (2) völlig von der Rolle und wurde bereits nach wenigen Zügen matt gesetzt. Zwar gelang Öz (4) durch ein überraschendes Matt der Ausgleich, aber Rau (3) und Kocharin (1) mussten einen Bauernverlust nach dem anderen hinnehmen, was schließlich zur 1:3-Niederlage führte. Siehe hier.

In der Altersklasse U12 mussten die Schönbucher in der 2. Runde eine 1:3-Niederlage gegen den favorisierten SK Mannheim-Lindenhof 1865 hinnehmen. Aufgrund mangelnder Eröffnungskenntnisse musste sich Lars Waffenschmidt am Spitzenbrett schnell geschlagen geben. Benedikt Marx wurde an Brett 2 chancenlos überspielt, während Mert Öz (4) erneut indisponiert war und verlor. Wenigstens gelang Franz Kroh (3) noch ein wenig Ergebniskosmetik. Der 12-jährige Südstädter gewann glücklich im Bauernendspiel. Siehe hier. In Runde 3 hatten es die Goldersbachtäler mit dem Universitätssportverein TU Dresden zu tun, der mit zwei sehr starken Spitzenbrettern antrat, dafür aber auch mit zwei schwächeren hinteren Brettern. So musste sich dann auch Marx (2) trotz heftigem Widerstand im Turmendspiel geschlagen geben. Wiederum ein glückliches Händchen im Endspiel hatte Kroh (3), der für den 1:1-Ausgleich sorgte. Öz (4) sorgte sogar für die Bebenhäuser Führung, aber Waffenschmidt (1) konnte den Angriff seines Gegners nicht abwehren. Siehe hier.

Ernüchternd ist bisher der Auftritt des U16-Teams des SK Bebenhausen in Neumarkt in der Oberpfalz. In der zweiten Runde reichte es gegen den Schachklub Gau-Algesheim nur zu einem 2:2-Unentschieden. Zwar gelang David Wendler am Spitzenbrett ein schöner Sieg mit der beschleunigten Drachenvariante. Aber Christopher Freiherr von Hauff (Brett 2) und Leander Grimm (3) kamen trotz intensiver Versuche über Punkteteilungen nicht hinaus. Zu allem Überfluss verlor auch noch Jonas Ortner (4) im Endspiel, so dass ein enttäuschendes 2:2 gegen die Rheinland-Pfälzer zu Buche stand. Siehe hier. Gar von „einem völligen Debakel“ sprach Teamchef Philipp Kaulich nach dem 2:2 gegen die Karlsruher SF 1853. Zwar gewann Niklas Greitmann (4) seine Partie überzeugend, aber schon die Partie von Grimm (3) war nichts für schwache Nerven. In einer abenteuerlichen Partie hatte der 15-jährige Kepler-Gymnasiast in einer dramatischen Zeitnotschwacht das bessere Ende für sich. Blankes Entsetzen jedoch, als Wendler (1) seine Gewinnstellung noch verdarb und auch der schwach spielende Freiherr von Hauff (2) seinem Gegner zum Sieg gratulieren musste. Siehe hier. Ein Teamphoto des Bebenhäuser U16-Teams gibt´s hier.